Natürlich bleiben Fragen an den Autor eines Buches über “Schafe zählen – das kann doch jeder” nicht aus. Gestern war die WILD-Zeitung bei mir zu Gast und in Auszügen gebe ich das Interview hier wieder, das in der Jahrhundertausgabe des Magazins demnächst wohl erscheinen wird. (Allerdings nicht in dieser Form!)
WILD: “Warum Schafe Herr Lichte?”
LICHTE: “Warum nicht? Löwen sind zu hektisch und Kinder haben oftmals Angst vor ihnen – Frösche sind glibberig und man kann sie nicht so gut zählen… Giraffen zu exotisch…”WILD: “Welche Schafrasse beschreiben Sie in ihrem Werk?”
LICHTE: “Nun, nach langer Recherche habe ich mich mittels meines profunden, fundiertem Halbwissens für die locker gekritzelten Wollnasenrammler entschieden…”WILD: “Warum überhaupt Schafe?”
LICHTE: “Wie warum?…Die lassen sich sehr gut zeichnen …so ne Wolke in der Mitte… vorne ein Gesicht… dann vier dunklere Wolken für die Füsse… ach ja, zwei Ohren… Stummelwollschwanz … fertig..!”WILD: “Warum gibt es in ihrer Geschichte keine schwarzen Schafe?”
LICHTE: “Ich sage immer – und dazu stehe ich auch weiterhin – Politik hat in Kinderbüchern nichts zu suchen!”WILD: “Warum Schafe zählen?”
LICHTE: “… nun ja… ehmmm… ich versuche damit ein altes Kulturgut aus meiner Kindheit zu tradieren, schöpferisch zu erhöhen und der nächsten Generation in moderner Form aufzubereiten und weiterzugeben… nächste Frage bitte!”WILD: “Stimmt es, dass sie in Verhandlung über die Filmrechte mit Hollywood stehen?”
LICHTE “Dazu kann ich nichst konkretes sagen.”
WILD: “Sie wurden aber am Rande der Festspiele in Cannes im Gespräch mit einigen Regisseuren beobachtet.”
LICHTE: “Nun ich habe mir von einigen der Herren Drehbuchskizzen zeigen lassen. Es war aber bis jetzt nichts brauchbares dabei…”
WILD: “Stimmt es, dass Russel Crowe für die Rolle des Igelpi im Gespräch ist?”
LICHTE: “Kein Kommentar.”
WILD: “Bruce Willis hat sein Interesse bekundet. Er würde gerne…”
LICHTE: “Ja, ja… gut aber dann müßte er erst mal Platt lernen!”
WILD: “A. Jolie würde gerne die Bäuerin spielen hört man aus Hollywood. Sie hat sich extra schon die Haare färben lassen.”
LICHTE: “Kein Kommentar..”
WILD: “Stimmt es, dass sie sich Ridley Scott als Regisseur wünschen?”
LICHTE: “Ridley Scott ist sicherlich jemand, den ich bewunder, aber ich rede hier nicht über Spekulationen und offene Deals.”
WILD: “Pixar möchte die Rechte haben…”
PIXAR: “Die wollten mich vor 15 Jahren nicht haben… die kriegen die Rechte garantiert nicht! Mein Sohn ist allerdings ein großer Fan all ihrer Filme…”
WILD: “Brad Pitt..”
LICHTE: “Kein Fragen mehr zum Thema Film! Danke…!”….
WILD: “Wie haben Sie sich auf Ihr Buch vorbereitet?”
LICHTE: “… Können Sie die Frage präzisieren?”
WILD: “Haben Sie für Ihr Buch in der freien Natur recherchiert? Gibt es das Wollland wirklich? Kennen Sie Bauer Igelpi?”
LICHTE: “Wie… ähhmm… was wollen Sie damit andeuten?”
WILD: “Basiert ihr Buch auf Tatsachen oder ist eine Fiktion?! Haben Sie Beweise für all den Unfug, den sie dort in dem Buch beschreiben?”
LICHTE: “Enschuldigen Sie mal! Haben Sie mein Buch überhaupt gelesen!? Was sollen diese Fragen?”
WILD: “Gibt es tauchende Schafe wirklich? Können Schafe wirklich Fallschirmspringen und – wie sie in ihrem Buch andeuten – gibt es eine Geheimorganisation in Wollland, die Schafe für den Einsatz im Weltraum ausbildet…”
LICHTE: “Ich werde ihre Fragen nicht weiter beantworten! Sie haben kein Recht in meinem Haus…”
Na gut, ich gebe zu ich hätte mich vorher ein wenig besser auf das Interview vorbereiten und vielleicht auch ein paar Ausgaben der WILD-Zeitung vorher studieren sollen. Keine Ahnung was daraus wird. Ich habe den Fatzke und seinen Fotografen jedenfalls vor die Tür gesetzt, später kam noch die Polizei und ein SEK…
Mein Berater sagt jede Presse ist gute Presse!




